Wie zuverlässig kann CBD bei Bluthochdruck helfen?

CBD bei Bluthochdruck Alice Kilimann Texterin

Bluthochdruck – die Volkskrankheit Nummer eins, geht man nach den Zahlen des Robert-Koch-Institutes. Demnach haben 20 bis 30 Millionen Bundesbürger Bluthochdruck. Genaue Zahlen sind kaum zu erfassen, weil ca. 30% der Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung wissen. Es kommt aber noch schlimmer: nur 88% derjenigen, die von ihrem Bluthochdruck wissen, lassen sich behandeln.

Weltweit leiden ca. 1/3 der gesamten Bevölkerung unter Bluthochdruck, Tendenz steigend.

Wie gefährlich das ist, kann auch in Zahlen ausgedrückt werden: Der Bluthochdruck steht als Verursacher von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall an erster Stelle. Die Todesrate durch diese Erkrankungen ist ebenfalls an erster Stelle. Viele Medikamente mit erheblichen Nebenwirkungen sind auf dem Markt. Empfehlungen zur Gewichtsreduktion und Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems mittels Sport gehören standardmäßig zu jeder Blutdrucktherapie.

Kann auch CBD zuverlässig gegen Bluthochdruck helfen? Und somit Nebenwirkungen anderer Medikamente gegen Bluthochdruck verringern? Um das zu beantworten, müssen zunächst die Ursachen des hohen Blutdrucks bekannt sein. Außerdem die Wirkmöglichkeiten des CBD`s. Als Autorin für Gesundheit habe ich mich mit dem Thema näher befasst.

Ursache von Bluthochdruck

Vereinfacht gesagt entsteht hoher Blutdruck, wenn die Gefäße, durch die das Blut durch den Herzschlag gedrückt wird, zu eng sind. Diese  engen Gefäße nennt man Arteriosklerose oder auf Deutsch Gefäßverkalkung. Wegen der Enge der Gefäße muss immer „fester gedrückt“ werden.

Gründe für Arteriosklerose sind zu hohe Blutfettwerte, Rauchen, Bewegungsmangel, übermäßiger Alkoholkonsum, zu viel Salz und Übergewicht, um die wichtigsten zu nennen. Ein weiterer, wichtiger Grund ist Stress und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Körper. Hier kommt das CBD ins Spiel. Dazu später mehr.

Symptome des Bluthochdrucks

Der Haken an der Geschichte: Bluthochdruck läuft stumm ab. Kaum ein Mensch merkt ihn, und das häufig über Jahre. Entweder stellt ein Arzt ihn zufällig während einer Routine-Untersuchung fest, oder der Blutdruck ist so gefährlich hoch, dass er notfallmäßig behandelt werden muss. Dann spürt der Patient Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit oder er bekommt Nasenbluten. Der Zustand ist lebensgefährlich und muss sofort behandelt werden. Normalerweise wird in einem Krankenhaus mit stark blutdrucksenkenden Medikamenten dagegen gewirkt.

Spätestens dann müssen Blutdrucksenker genommen werden. Cannabidiol kann ebenso wie klassische Medikamente wirken. Wie, darauf komme ich später zurück.

Behandlung des Bluthochdrucks mit klassischen Medikamenten

Fünf unterschiedliche Wirkstoffe gegen Bluthochdruck werden eingesetzt:

  • Betablocker: Diese kommen dann zum Einsatz, wenn der Bluthochdruck bereits Folgeerkrankungen ausgelöst hat. Vorhofflimmern, Zustand nach Herzinfarkt und Herzschwäche werden durch den Betablocker beeinflusst und so hilft er indirekt auch gegen Bluthochdruck. Sehr starke Nebenwirkungen müssen genau abgewogen werden. Schwäche, Müdigkeit, Schwindel, Asthmaanfälle und Erektionsstörungen treten häufig auf. Ein stark verringerter Pulsschlag sorgt für Antriebslosigkeit.
  • Kalziumantagonisten: Dieses Medikament wirkt am Herzen direkt, indem es die Pulsfrequenz entweder verringert oder erhöht, je nach Bedarf. Es verhindert den Einstrom von Kalzium an den arteriellen Gefäßen. Da Kalzium die Gefäße engstellt, ist mit diesem Medikament eine Weitstellung der Gefäße möglich. Der Blutfluss wird so reguliert und damit auch der Druck. Bei bekannter Herzinsuffizienz darf kein Kalziumantagonist gegeben werden – es hat sich gezeigt, dass dann das Risiko eines Herzinfarktes unverhältnismäßig stark ansteigen kann.
  • ACE-Hemmer: wirkt gefäßerweiternd und dadurch muss das Herz weniger pumpen. Schwangere und Stillende, Nierenkranke und Menschen mit einer Immunerkrankung dürfen keine ACE-Hemmer einnehmen.
  • Diuretika: Sie treiben Flüssigkeit aus dem Körper. Dadurch sind die Gefäße weniger belastet, der Blutdruck sinkt ab. Bei Leber- und Niereninsuffizienz sollten Diuretika nicht eingesetzt werden. Achtung vor Überdosierung: Der Körper könnte austrocknen, besonders im Sommer bei hohen Temperaturen und dadurch resultierendem vermehrten Schwitzen.
  • Sartane (Angiotensin-Antagonisten): Sie hemmen das Andocken des Hormons Angiotensin, welches den Blutdruck erhöht. Der Druck sinkt, weil die glatte Muskulatur am Zusammenziehen gehindert wird. Es zählt zu dem Medikamenten mit den geringsten Nebenwirkungen und kann auch bei Herzschwäche gegeben werden.

Dieser kurze Abriss zeigt, dass es immer eine Risikoabwägung ist, Medikamente einzunehmen. Ist CBD ein probates Mittel zur Senkung des Blutdrucks mit wenig bis keinen Nebenwirkungen?

Wie kann CBD bei der Behandlung gegen Bluthochdruck helfen?

Um die Wirkung verstehen zu können muss bewusst werden, dass CBD an körpereigenen Systemen andocken und somit wirken kann. Nach dem Schlüssel-Schloss Prinzip passt das Cannabidiol genau an die Stellen, an denen körpereigene Stoffe gegen Entzündungen, Schwellungen, Stress, und vieles mehr auch wirken. So erklären sich die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Wirkstoffes aus der Hanfpflanze. Wer mehr über dieses Endocannabinoid-Systems erfahren möchte, kann sich hier informieren.

CBD hilft nicht direkt gegen den hohen Blutdruck, sondern wirkt gegen schädliche Auslöser.

CBD kann gegen Angstzustände wirken

In mehreren kleineren Studien wurde gezeigt, dass CBD bei Angststörungen helfen kann. In dem Augenblick, in dem diese Angst verringert wird, sinkt auch angstbedingter Bluthochdruck. Es wurde auch gezeigt, dass CBD bei PTSD (posttraumatische Belastungsstörung) wirksam sein kann.  Eine dieser Studien ist hier nachzulesen, eine weitere hier.

Cannabidiol als Gefäßregulator

 Eine Crossover Studie, doppelblind, randomisiert und mit Placebo Kontrolle untersuchten 2017 Forscher den Zusammenhang zwischen CBD-Öl und Blutdrucksenkung. Sie stellten fest, dass bereits nach einer einzigen CBD Öl Gabe an die Probanden der Blutdruck absank. Die passierte sowohl in Ruhe als auch unter Stress.

Das Problem: es gibt nach wie vor keine Studie, die diese Versuche mit Betroffenen Patienten durchgeführt hat, die Studienteilnehmer waren alle gesund und nicht von Bluthochdruck betroffen.

CBD als Entzündungshemmer

Dass CBD entzündungshemmende Eigenschaften hat, wurde bereits in einigen Studien nachgewiesen, aber auch hier gilt: die Studien waren zu klein, nicht wissenschaftlich ausreichend durchgeführt oder hatten sonstige Mängel. Trotzdem ist die Tendenz sichtbar, dass hochwertiges Cannabidiol – Öl gegen Entzündungen helfen kann. Da Bluthochdruck unter anderem von Gefäßentzündungen herrühren kann, spricht vieles für sich, dass CBD Produkte gegen Bluthochdruck wirken kann.

CBD zur Stressreduktion

Das ist die vermutlich am besten untersuchte Funktion des Cannabidiols. Unter anderem ist Cortisol ursächlich für psychische Stressreaktionen im Körper. Wird Zuviel Cortisol ausgeschüttet, steigt der Stresslevel und damit auch der Blutdruck. CBD kann die Cortisol Produktion verringern und wirkt somit gegebenenfalls effektiv gegen hohen Blutdruck.

Cannabidiol reagiert auf Neurotransmitter

Der körpereigene Neurotransmitter Anandamid spielt eine erhebliche Rolle für die Funktion des Herzens. Eine 2017 veröffentliche Studie hat gezeigt, dass CBD Einfluss nehmen kann auf die Menge der Wiederaufnahme der Neurotransmitter ins kardiovaskuläre System. Somit könnte CBD auch einen Einfluss über die Herzfunktion auf den Blutdruck haben. Die entspannende Wirkung des Cannabidiols auf Gefäße ist somit gegeben.

Hier ist eine Übersicht über veröffentlichte Studien mit CBD

Worauf ist zu achten, wenn CBD gegen Bluthochdruck eingesetzt werden soll?

Als erstes sollte jeder Bluthochdruck-Patient an seiner Lebensweise arbeiten. Gesunde Ernährung, Kräftigung und Ausdauer des Körpers und Verzicht auf Zigaretten sind der erste Schritt zum normalen Blutdruck von 140/70. Das erlernen von Entspannungstechniken kann helfen, stressbedingten Bluthochdruck zu verringern.

Werden Medikamente genommen, dürfen diese auf gar keinen Fall ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt werden. Zusammen mit dem behandelnden Arzt ist jedoch ein eischleichen des CBD durchaus empfehlenswert.

Ist das alles geklärt, muss die Qualität der CBD-Öle unter die Lupe genommen werden.

  • Full Spectrum Öle, damit der Entourage-Effekt eintritt.
  • Auf THC-freie Produkte achten – weniger als 0,2 mg gelten als nicht berauschend.
  • Darauf achten, dass alle Laboranalysen auf den Website der Händler aufgeführt sind
  • Sich über die Dosis und Menge der Einnahme beraten lassen – gute CBD Shops beraten kompetent und ausführlich, hochwertige Shops im Netz haben immer Ansprechpartner mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer veröffentlicht, damit auch hier vor dem Erwerb des CBD-Öls eine fundierte Beratung stattfinden kann.
  • Auf das AC Tropfen achten, das sind unabhängige Prüfstellen, die die Qualität des CBD-Produkts prüfen.
  • Darauf achten, dass eventuelle zugesetzte Kräuter biologisch angebaut wurden und somit Herbizid- und Pestizidfrei sind.
  • Der Umwelt zuliebe auf kurze Transportwege achten – in Europa angebautes Hanf und hergestelltes CBD-Öl hat einen geringen CO2 Abdruck.

Welche CBD-Produkte eignen sich zur Reduzierung der Blutdruckwerte?

Zwei Produktgruppen sind empfehlenswert:

  • CBD-Öle: Diese werden unter die Zunge geträufelt und einige Minuten dort gelassen, bevor sie geschluckt werden. Unter der Zunge ist die Mundschleimhaut besonders aufnahmefähig für die Wirkstoffe der Hanfpflanze. Geschmacklich sind diese Cannabidiol-Öle gewöhnungsbedürftig; sie sind leicht bitter. Es gibt jedoch auch Öle, die komplett THC-frei sind und nicht ganz so bitter schmecken.
Optimal Einnahme von CBD-Ölen unter der Zunge
  • CBD Vapes: Sie sehen fast aus wie E-Zigaretten, jedoch sind sie ohne schädliche Zusatzstoffe. Weder Nikotin noch sonst ein krebserregender Stoff sind enthalten. Der große Vorteil der Vapes – sie werden inhaliert und gehen sofort über die Lunge ins Blut. Die Magen Darm Passage entfällt und die Wirkung setzt sofort ein, ohne Verluste. Es kann sein, dass anfangs ein Hustenreiz eintritt, der aber innerhalb kürzester Zeit verschwindet.

Es gibt natürlich noch mehr Produkte, die CBD-haltig sind. Dragees, Tees, zerriebene Blätter, die in Kuchen eingebacken werden und viele Fertigprodukte, die CBD enthalten. Der große Nachteil aller Nahrungsmittel: Sie müssen den Magen-Darm-Trakt passieren und es bedarf einer erheblich höheren Dosis, damit eine Wirkung eintritt.

Mittel aus der Natur, die blutdrucksenkend wirken können

  • Arnika Blüten
  • Baldrian
  • Bärlauch
  • Grüner Tee
  • Hibiskus Blüten
  • Holunder Blüten
  • Ingwer
  • Knoblauch
  • Lavendel Blüten
  • Melissen Blätter
  • Mistel
  • Oliven Blätter
  • Rauwolfia Wurzel
  • Rote Beete
  • Soja Bohnen
  • Weißdorn

Bitte bedenken, dass alle Kräuter eventuell Allergien auslösen können. Außerdem helfen sie nur bei ganz geringer Blutdruckerhöhung.

Wenig Kaffee und schwarzen Tee gilt noch heute als probates Mittel, Blutdruckspitzen zu verhindern. Allerdings gibt es neuere Studien, die belegen sollen, dass beides nicht zur Blutdruckerhöhung beiträgt. Das kann jeder für sich selbst probieren, ob der Blutdruck nach Genuss von Kaffee zum Beispiel hochgeht oder nicht.

Hier ist der Link für Interessierte und Betroffene zur Deutschen Bluthochdruckliga

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