CBD – 3 Begriffe: Hanföl, Terpene und Entourage – Effekt

CBD - Hanföl, Terpene und Entourage-Effekt Alice Kilimann Texterin

Du beschäftigst dich mit CBD und die Wirkung auf deinen Körper? Dann kamen dir die Begriffe Hanföl, Entourage – Effekt, Terpene und Full Spectrum bestimmt schon unter.

Hast du aber auch verstanden, welche Unterschiede es zwischen CBD – Öl und Hanföl gibt? Oder was Terpene in deinem Cannabinoid – Produkt bewirken? Oder was Entourage – Effekt wirklich bedeutet? Und nicht zuletzt, was ein Full Spectrum Öl so wertvoll macht?

Wahrscheinlich nicht. Damit du besser beurteilen kannst, was mit den Begriffen gemeint ist und so die wirksamsten Öle für dich kaufen kannst, lies diesen Blogbeitrag.

Hanföl – was ist der Unterschied zum CBD Öl?

Hanföl wird ebenso wie CBD Öl aus der Hanfpflanze gewonnen. Mit dem Unterschied, dass für das Hanföl die Samen verwendet werden. Für das CBD Öl werden die Blätter der Hanfpflanze verwendet. Und der Vollständigkeit wegen: das berauschende bei uns verbotene THC wir überwiegend aus den Blüten gewonnen.

Hanföl

Die Samen aus der Hanfpflanze werden kalt gepresst und so das Hanföl gewonnen. Es sieht grün aus und hat ein leicht nussiges Aroma. Eine weitere Bezeichnung des Hanföls: Hanfsamen Öl. Dieser Begriff ist eindeutiger, jedem ist klar, woraus das Öl gewonnen wird.

Da Hanf in Deutschland angebaut werden darf, erfüllt das Hanfsamen – Öl unsere Vorschriften im Lebensmittelrecht, hat durch kurze Transportwege einen guten ökologischen Fußabdruck und wenn Bio draufsteht, ist in der Regel auch Bio drin.

Durch den Reichtum an essenziellen Fettsäuren bietet es sich an, es für Salate und zum Kochen zu verwenden. Vor allem die seltene Gamma – Linolsäure findet man im Hanföl und macht es dadurch sehr wertvoll. Neben dieser seltenen Fettsäure enthält das Öl Vitamin A, C und E.

In der Kosmetikindustrie wird das Hanfsamen Öl immer mehr eingesetzt. Durch die leichte Konsistenz verstopft es die Poren der Haut nicht und lässt so die Haut besser atmen. Auch das unangenehme Glänzen der Haut entfällt. Alle Hauttypen profitieren von diesem Tausendsassa.

Es bekämpft nämlich auch freie Radikale, schützt vor Trockenheit und vor Zellschäden. Beanspruchter Haut wird Feuchtigkeit zugeführt und die Sebum – Produktion reguliert. Das Hanfsamen – Öl kommt in Cremes, Seren, Lotionen, Salben und Tonern vor.

Mit einer insgesamt ausgewogenen Ernährung, genügend Bewegung und dieser Hautpflege trägst du wesentlich zu einer guten Work – Life – Balance bei.

CBD Öl

Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, weiß schon viel über das CBD und seine Anwendung. Durch die Gesetzeslage in Deutschland zählt CBD Öl nicht zu Nahrungsergänzungsmittel, sondern fällt wie Hanföl unter Kosmetikprodukte.

Allerding wirkt das Öl anders. Es wird meistens oral eingenommen, um innerlich seine positive Wirkung zu entfalten. In meinem Blogbeitrag über das Endocannabinoid – System erfährst du mehr über die Wirkweise.

Dieses aus den Blättern gewonnene CBD wird auch in Salben, Gels und Cremes eingesetzt und kann dort anders wie Hanföl auch auf diverse Erkrankungen Einfluss nehmen.

Aber das CBD Öl kann nur seine volle Wirkung entfalten, wenn es alle Stoffe aus dem Blatt enthält. Dazu gehören auch die Terpene.

Terpene

Terpene kommen nicht nur im CBD Öl vor, sondern in vielen anderen Pflanzen und sogar in einigen Insekten. Sie gehören zu den aromatischen Kohlewasserstoffen und alle Terpene haben die gleiche chemische Struktur. Die Unterscheidung liegt in den einzigartigen Aromen und in ihrem Aussehen.

Sie sorgen für charakteristischen Duft der verschiedenen Pflanzen. Mehr als 20.000 Terpene sind bekannt; fast 30.000 Terpenoide kommen dazu.

Diese zum Teil starken Düfte sorgen für Abwehr von Feinden der Pflanzen, auf der anderen Seite locken sie Insekten zur Pflanzenbestäubung an. Es gibt auch sogenannte Stressterpene einiger Pflanzen, die bei Gefahr verströmt werden, um andere Pflanzen zu warnen.

Insekten hingegen nutzen die Terpene zur Kommunikation. Sie informieren ihre Artgenossen über gute Futterquellen.

Die Industrie macht sich die Terpene zum Nutzen: In Kosmetika und in Lebensmitteln werden sie bewusst eingesetzt, um die Kunden zum Kauf zu verlocken.

Wissenschaftler bestimmen anhand unterschiedlicher Terpenen die Arten neuer Pflanzen und Insekten.

Alternative Heilmethoden nutzen die Düfte als Therapie. Duftöle sind jedem bekannt.

Zitrone gilt als Stimmungsaufheller, Lavendel beruhigt.

Das wussten schon unsere Vorfahren – ätherische Öle wurden zum Einbalsamieren ihrer Mumien von den Ägyptern verwendet. Archäologen fanden Rezepturen und sogar ein Destilliergerät als Grabbeilagen oder in anderen Ausgrabungsstätten.

Bitte beachtet: CBD Produkte können auch für Tiere eingesetzt werden, aber es sollten nur spezielle Produkte sein. Katzen vertragen zum Beispiel keine Terpene, und deshalb muss dieses Öl speziell für Katzen hergestellt sein. Also nicht dein Öl deinen Tieren geben, sondern spezielles Tier – Öl verwenden.

Unterscheidung in Mono, – Di – und Tri – Terpene

Es gibt noch viel mehr Unterscheidungsmerkmale, aber in unseren CBD Produkten kommen diese drei Sorten vor.

  • Monoterpene: kommen in Kümmel, Koriander, Rosen, Zitronen, Orangen, Und Limonen vor. Außerdem in über 2.000 Pflanzen. Eingesetzt werden sie heute als Lösungsmittel in Lacken, für Reiniger und in der Kosmetik.
  • Diterpene: kommen in Vitamin A und in Harzen häufig vor. 3.000 Verbindungen sind heute bekannt.
  • Triterpene: werden nicht als ätherische Öle genutzt, kommen aber in vielen Medikamenten vor und als feuchtigkeitsspendender Wirkstoff in Cremes und Seren. Natürliches vorkommen in unserer Haut. 1.500 verschiedene Verbindungen sind bekannt.

Die Hauptterpene in CBD

200 verschiedene Terpene kommen in der Hanfpflanze vor. Die wichtigsten stelle ich hier vor.

        Myrcen

Ist das am häufigsten vorkommende Terpen im Hanf. Das Aroma ähnelt dem von Nelken und ist mit einer Zitrusnote versehen. Es kommt auch in Hopfen, Pfefferminze, Salbei und Mango vor.

        Limonen

Sie sind das Häufigste Monoterpen in Pflanzen wie in Oregano, Koriander, Anis, Sellerie und in Schalen von Zitrusfrüchten. Wirkt sich auf Denkvermögen und Konzentration aus.

        Linalool

Basilikum, Ingwer, Koriander, Zimt, Thymian, Oregano, Lavendel, Rosen und Hanf sind die Pflanzen, in denen es vorkommt. In der Entspannungstherapie wird es eingesetzt. Jeder kennt die beruhigende Wirkung von Lavendelsäckchen. Insekten mögen den Duft nicht, deshalb wird Lavendel auch als Mottenkiller in Schränken aufgehängt.

       Beta – Caryophyllen

Das pfeffrige Aroma findest du in Basilikum, Rosmarin, Feigen, Oregano und im schwarzen Pfeffer.

         Eukalyptol

Das kennst du bestimmt – in Massageölen und Erkältungsbädern sorgt es für den frischen Duft und die kühlende Wirkung. Minze, Eukalyptus, Teebaum, Basilikum, Beifuß, Rosmarin, Salbei und einige Cannabis – Sorten besitzen dieses Terpen.

         Pinen

Dieses angenehme, würzige und erdige Aroma kennst du aus Dill, Rosmarin, Basilikum, Kiefernnadeln, Pinien und Terpentin.

         Geraniol

Der Einsatz in Kosmetik, Parfums und Körperölen kommt wegen seines blumigen Aromas oft vor. Cannabis, Zitronen und Geranien haben von diesem Terpen einen hohen Anteil.

Durch diese vielen Terpene im Hanf verströmen die unterschiedlichen Hanfsorten unterschiedliche Düfte. Dies hat noch einen entscheidenden Vorteil: Es sind keine künstlichen Pestizide und Herbizide notwendig, um die Pflanzen vor Feinden zu schützen.

Diese unterschiedlichen Wirkungen der Düfte wird in CBD Produkten, vor allem in Vaporisern, genutzt, um auf unterschiedliche Erkrankungen einzuwirken.

Da nicht nur diese Terpene im CBD enthalten sind, sondern auch unterschiedliche Cannabinoide und Flavonoide, sind für eine Wirkentfaltung alle Anteile notwendig, um eine gute Wirkung zu erzeugen.

Das nennt man dann Full Spectrum. Nur ein Full Spectrum CBD Produkt kann helfen. Weil nur dann der Entourage Effekt eintritt.

Entourage – Effekt – was ist das?

Die unterschiedlichen Terpene beeinflussen die Wirksamkeit der Cannabinoide. Forscher vermuten, dass sich die Wirkungen der einzelnen Bestandteile gegenseitig beeinflussen. Deshalb sorgt nur ein Full Spectrum Öl auch für die perfekte Wirkung.

Alle Cannabinoide mit allen Terpenen vereint entfalten die Beeinflussung des Endocannabinoid – Systems.

Zurzeit arbeiten viele CBD Forscher daran, die Wirkungen der einzelnen Terpene mit denen der einzelnen Cannabinoiden zu verstehen. Sie hoffen so, in naher Zukunft bestimmte Kombinationen zu finden, die ganz gezielt auf bestimmte körperlichen Beschwerden wirken.

Sollte das funktionieren, müssen auch nicht mehr alle Stoffe im CBD Öl sein, sondern es kann differenziert werden und so gezielter behandelt werden. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

Zur Entfaltung der vollen Wirkung des CBDs muss noch ein Full Spectrum Produkt verwendet werden. Um den Entourage – Effekt zu erreichen.

Wie ihr seht, gibt es noch viel zu erforschen. Und Garantien über die Wirksamkeit gibt es auch nicht. Aber viele Wissenschaftler arbeiten daran und ich gehe davon aus, dass CBD bald als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen wird.

Dann gilt nämlich das Medizinproduktegesetz und „windige“ Anbieter von Cannabidiol – haltigen Produkten verschwinden vom Markt. Zum Vorteil von Patienten und seriösen Anbietern.

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